Zuviel Frankenstein geschaut

Originally posted 2014-09-30 09:20:53. Republished by Blog Post Promoter

Könnte man meinen wenn man sich anschaut wie die Brasilianer Strom erzeugen wollen.

 Wobei ich die Idee gut finde. Und bringt auch noch den positiven Nebeneffekt, dass es weniger Gewitter gibt. Wobei die Anlagen das Grundproblem der Stromerzeugung, die Speicherung, bzw Lieferung auf Abruf auch nicht Lösen sondern eher Erweitern werden. Ich verstehe sowieso nicht warum man das Problem nicht von der anderen Seite angeht, nämlich die Speicherung, bzw. Pufferung des Stromes vor den Haushalten oder den großen Verbrauchern.

Anbei die pressetext.at Meldung wie man Strom aus Gewitter zieht:

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100827002

pte100827002, pte.monitor: elektro, sonne=
Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Feuchte Luft kann Strom liefern
Forscher sehen Blitzverhinderung als alternative Energiequelle

Blitze: Statt der Entladung kann die Energie auch genutzt werden (Foto: aboutpixel.de/Dannehl)

Campinas/Jülich/Karlsruhe (pte/27.08.2010/06:05) – Panels auf den Hausdächern werden künftig elektrischen Strom aus jener Energie der Atmosphäre erzeugen, die sich sonst in Blitzen entladen würde. Das stellen brasilianische Forscher auf dem Treffen der American Chemical Society http://www.acs.org in Boston in Aussicht. „Elektrizität aus der Atmosphäre kann die alternative Energiequelle der Zukunft sein. Mit ihr können Häuser beleuchtet oder Elektroautos betrieben werden“, so Studienleiter Fernando Galembeck von der Universität Campinas http://www.unicamp.br .
Wasserdampf gibt Ladungen weiter
Die Wissenschaftler zeigten, dass sich Aluminium-Partikel bei hoher Luftfeuchte positiv, Silizium-Partikel hingegen negativ laden. „Das beweist, dass Wasser in der Atmosphäre elektrische Ladung sammelt, umformt und an andere Materialien übertragen kann“, so Galembeck. Früher ging man davon aus, dass atmosphärische Wassertropfen stets neutral sind und dies auch bleiben, wenn sie auf elektrisch geladene Partikel treffen. Später war die Annahme, dass beim Kontakt von Wasserdampf mit Staubkörnchen Ladungen entstehen. Wie das geschieht, war allerdings bis dato unbekannt.
Die entstehende Ladung nennen die Forscher „Hygroelektrizität“, wobei das „Hygro“ für „Feuchtigkeit“ steht. Energie aus feuchter Luft kann ihrer Ansicht nach in elektrischen Strom verwandelt werden, was besonders für die Tropen eine Perspektive ist. „Photovoltaik ist für Länder mit viel Sonne geeignet, Hygroelektrizität für Gebiete mit viel Gewittern“, so die Forscher. Ein positiver Nebeneffekt davon sei, dass damit zugleich auch die natürliche Entladung der Atmosphäre durch Blitze verhindert oder zumindest verringert wird. Die Brasilianer testen derzeit, welche Metalle sich für Panels am ehesten eignen. Der Schritt zum Produkt liege jedoch noch in weiter Zukunft.
Energie aus Blitz selbst nicht nutzbar
Als „neuen Ansatz, den es zu prüfen gilt“, bezeichnet der Kernphysiker Ralph P. Schorn vom Forschungszentrum Jülich http://www.fz-juelich.de die Vorwegnahme von Blitzen. „Klar ist, dass die Energie, die sich in einem Blitz entlädt, schon zuvor woanders vorhanden ist.“ Das trifft etwa in der latenten Energie von Luftfeuchtigkeit und Wasserdampf zu oder in der kinetischen Energie bei Turbulenzen. Die Tropen besitzen davon naturgemäß mehr. „Allerdings steigt mit der zusätzlichen Verdunstung durch den Klimawandel auch in Europa die Häufigkeit von Gewittern und Wirbelstürmen“, so der Experte gegenüber pressetext.
„In Deutschland gibt es im Jahr rund zwei Mio. Blitze, wobei sich die meisten im Sommer entladen. Tendenziell sind eher die Gebiete betroffen, in denen die Temperaturschwankungen größer sind“, so die Auskunft des Blitz-Informationsdienstes von Siemens http://www.blids.de auf pressetext-Anfrage. Schorn erteilt der Energiegewinnung aus der Blitzentladung selbst aus praktischen Gründen – zu denen die Auffangung und Speicherung der Energie gehört – zumindest in unseren Breiten eine klare Absage. „In Europa wird dazu nicht geforscht.“ (Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Johannes Pernsteiner
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