Hybridauto-Karosserie wird zur Batterie

Originally posted 2014-09-30 09:20:17. Republished by Blog Post Promoter

Neues Material soll Akkus bei Elektronik überflüssig machen

Nette Meldung die zeigt dass sich wirklich was tut im Bereich E-Mobility. Wobei ich persönlich ja immer noch die Variante mt Range Extendern und „Fuxy-Batterien“ bervorzuge. Kommt mir irgendwie logischer vor, da laut den meisten Untersuchungen die Leute Grossteils nur 5-10 KM fahren. Den Range Extender kann ich im „Normalfall“ aus dem Auto nehmen und spare mir damit nochmals Gewicht und gewinne Reichweite für Kurzstrecken und sollte ich mal nen langen Tripp machen wollen schnall ich das Teil rein und hab die Volle Reichweite.

Anbei die sehr Informative Meldung von pressetext.at inkl. relevanter Links zu den im Artikel angesprochenen Materialien:

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100209003

pte100209003, pte.monitor: batterie, lithium, elektro
Forschung/Technologie, Auto/Verkehr

Hybridauto-Karosserie wird zur Batterie
Neues Material soll Akkus bei Elektronik überflüssig machen

London (pte/09.02.2010/06:05) – Europäische Forscher arbeiten an einem Material, das Strom speichern kann und gleichzeitig stabil und leichtgewichtig genug für den Autobau ist. „Wir sind vom Potenzial dieser Technologie begeistert. Wir glauben, dass das Auto der Zukunft dank unserem Kompositmaterial Strom aus seinem Dach, seiner Motorhaube oder sogar aus der Tür beziehen kann“, sagt Emile Greenhalgh vom Department of Aeronautics des Imperial College London (ICL) http://www.imperial.ac.uk .

Greenhalgh koordiniert ein Dreijahres-Projekt, das nicht nur die Speicherkapazität des aus Karbonfasern und einem Polymerharz bestehenden Materials verbessert soll. „Wir erwarten, dass es in einem Fahrzeugprototypen vo Volvo genutzt wird“, meint Greenhalgh gegenüber pressetext. Dort soll eine Strom speichernde Reserveradmulde zum Einsatz kommen. Langfristig orten die ICL-Forscher das Potenzial, Akkus nicht nur bei Autos, sondern bei diversen Elektronik-Gadgets überflüssig zu machen.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten

Was mögliche Anwendungen des Materials betrifft, sehen die Forscher kaum Grenzen. So seien Navigationssysteme denkbar, deren Gehäuse die erforderliche Energie speichert. „Man könnte ein Handy haben, das so dünn ist wie eine Kreditkarte, weil es keine voluminöse Batterie mehr braucht“, meint Greenhalgh. Auch Laptops, die dank ihrem Gehäuse länger laufen, wären denkbar. Allerdings stehe das Projekt noch am Anfang und der Weg zu solchen Anwendungen sei noch weit.

Karosserieteile als Stromspeicher soll dabei einen Meilenstein bilden. Wenn die geplante Reserveradmulde von Projektpartner Volvo in ein Fahrzeug verbaut werden kann, würde das die erforderliche Menge an Akkus für den Elektromotor deutlich senken. Den Forschern zufolge könnte dadurch das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um 15 Prozent sinken. Das wiederum würde für den Elektrobetrieb die Reichweite zukünftiger Fahrzeuge deutlich steigern.

Schnell laden ohne Kapazitätsverlust

Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien kommt es beim Karbonfaser-Polymerharz-Material nicht zu einer chemischen Reaktion. Dadurch kann es den Forschern zufolge nicht nur schneller aufgeladen werden. Die mit der Zeit auftretenden Kapazitätsverluste, wie sie von den gängigen Lithium-Ionen-Akkus bekannt sind, werden dadurch ebenfalls vermieden. Weiters werde das Material große Strommengen auch schneller abgeben als aktuelle Akkus.

Im Rahmen des 3,9-Mio.-Euro-Projekts wollen die Forscher zunächst die mechanischen Eigenschaften des Materials verbessern, indem sie Kohlenstoff-Nanoröhren auf den Karbonfasern ziehen. Damit sollte auch die Kapazität steigen. „Wir erwarten, dass letztendlich ein Hybridmaterial entstehen wird, mit dem Speichermaterial im Inneren und konventionellen Materialien und Beschichtungen außen“, so ferner Greehalgh. Gepaart mit geringen Spannungen von unter zehn Volt soll das eine gefahrlose Nutzung erlauben.

Nach Greenhalghs Schätzung wird es nach Ende des aktuellen Projekts, an dem unter anderem auch die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung http://www.bma.de beteiligt ist, noch drei bis fünf Jahre dauern, ehe die Technologie marktreif ist. (Ende)


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Redakteur: Thomas Pichler
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