Atomstrom weniger sauber als angegeben
Axpo korrigiert Umweltdeklaration wegen russischer Uranverarbeitung
Na schau, wer hätte das Gedacht?
Irgendwie denk ich mal die Momentane CO2-Bilanz Rechnerei ist auch nicht ganz das “Gelbe vom Ei”. Aber hat halt einen kompletten Hype ausgelöst. Wer heut nicht in Co2 bewertet wird ist out
Anbei Meldung auf Pressetext.at:
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http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=100211018 pte100211018 Atomstrom weniger sauber als angegeben
Zürich (pte/11.02.2010/11:15) – Der schweizer Energieriese Axpo http://www.axpo.ch hat angekündigt, die Umwelterklärung für das Atomkraftwerk Beznau zu korrigieren. Die in Russland hergestellten Brennstäbe des Kraftwerks werden nicht aus der Abrüstung russischer Kernwaffen gewonnen, wie dies bisher dargestellt worden war. Die Umweltorganisation Greenpeace http://www.greenpeace.ch, auf deren Kritik Axpo entsprechende Untersuchungen eingeleitet hatte, fordert indes eine Verschärfung des Kernenergiegesetzes hin zu mehr Transparenz für Brennstoffkreisläufe. CO2-Bilanz greift zu kurz Axpo zufolge wird sich die Klimabilanz des AKW Beznau durch diese Erkenntnis nur geringfügig erhöhen, was eine Neuzertifizierung beweisen soll. Stefan Füglister, der im Auftrag von Greenpeace die Nachforschungen erhoben hat, äußert gegenüber pressetext starke Bedenken dagegen. "Nicht nur die CO2-Menge, sondern alle verursachten Schadstoffe müssten dargelegt werden, vor allem die radioaktive Verstrahlung am Aufbereitungsort." Für zulässige Vergleiche von Atromstrom mit anderen Energiequellen wäre es notwendig, neue Ökostandards zu etablieren, die sich nicht nur auf Kohlendioxid beschränken. Der Atomenergie-Kritiker geht jedoch noch weiter. Russisches Kernmaterial aus Schiffsreaktoren werde für die Schweizer Brennstäbe im sibirischen Majak aufgearbeitet, einem infolge wiederholter Atomunfälle extrem radioaktiv verseuchten Ort. "Zudem trägt die Schweiz mit dem als Abtausch gelieferten Material dazu bei, dass unsichere Reaktoren in Russland gefüttert werden. Die Darstellung des Atomstroms als saubere Lösung ist somit völlig unzulässig", so Füglister. Notwendig sei ein Gesetz, das die Transparenz von Brennstoffkreisläufen sicherstelle. Russische Brennstäbe, deren Herkunft meist nicht näher deklariert sei, würden laut dem Experten außer in die Schweiz auch nach Deutschland und in die Niederlande importiert. Aufarbeitungsort muss erst geklärt werden Axpo kann auf pressetext-Anfrage nicht bestätigen, dass die Wiederaufarbeitung des Urans, das später in die Brennelemente eingebaut wird, in Majak geschieht. "Derzeit wird der genaue Produktionsort abgeklärt. Mit einem Ergebnis ist jedoch erst in Wochen bis Monaten zu rechnen", so Mediensprecherin Anahid Rickmann. Die radioaktive Strahlung aller Anlagen – wozu auch diejenige Wiederaufarbeitung zähle – sei gemäß den Betreiberangaben anteilsweise für die eigenen Produkte in deren Herstellungsjahr in die Umweltbilanz aufgenommen und in der Deklaration ausgewiesen worden. Ebenso würde man in dem Fall verfahren, dass eine zusätzliche russische Wiederaufarbeitungsanlage zu berücksichtigen sei. "Nicht berücksichtigt werden dabei allerdings Emissionen aus vergangenen Jahrzehnten, die für unsere Brennstoffproduktion nicht relevant sind", betont Rickmann. (Ende) Aussender: pressetext.schweiz Redakteur: Johannes Pernsteiner email: pernsteiner@pressetext.com Tel. +43-1-81140-316 |
Originally posted 2010-06-03 13:29:30. Republished by Blog Post Promoter
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